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Bali - Das große Haus der Brahmanen
Kulturell sensitive Reise nach Mas - das spirituelle Zentrum Balis



Als Heiliger aus Java gekommen, ließ er sich im Jahr 1492 an der Stelle nieder, wo heute Mas, das Dorf der Brahmanen, liegt. Seinen Namen verstanden die Balinesen nicht, also taufte er sich um in Ida Pranda Sakti Wawu Rauh, was soviel bedeutet wie "viel wissender Mann kommt gerade an". Soweit die Geschichte jenes Heiligen, der Bali den Hinduismus brachte,  Ayu heiratete und Kinder sowie Kindeskinder bekam. Folgen wir dem Lauf der Zeit, gelangen wir zu unserem Ziel: der Familie des Brahmanen Ida Bagus Wedha, seiner Frau Dewi und seines Sohnes Gus De - Nachfahren des Heiligen im Dorf der vielen Priester.

Wedhas Vater Aji war einer der verehrtesten Priester Balis, ein gebildeter Mann, der die heiligen Sanskrit-Rollen, die bis 1296 n. Chr. zurückreichen, hütete und verstand. Neun Söhne des Aji sowie die Schwiegertöchter leben heute im großen Haus des Brahmanen, das wie ein autonomes Dorf wirkt, mit spielenden Kindern, Frauen, die Opfergaben vorbereiten, Besuchern, die um Rat bitten, mit Hähnen, Hunden, Vögeln und dem Allerheiligsten, das nur betreten darf, wer dazu autorisiert wurde.

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Das spirituelle Herz Balis
Ida Bagus Wedha ist ein führender Exporteur balinesischer Schnitzereien. Gus De, sein Sohn, hat in der Schweiz Hotelmanagement studiert und am Bodenseeufer Weihnachten gefeiert. Im Städtchen Ubud eröffnete er zwei Restaurants unter dem Namen Bali Pesto. Gus De wird Ihr Gastgeber sein, Ihr Begleiter und der vielleicht offenste Vertreter seiner weit verzweigten Familie, in deren Kreis Sie Balis Seele kennen lernen werden. Sie kommen als Gast und gehen als Mitglied dieser Familie.

Ein balinesisches Landhaus
Sie wohnen nicht im großen Haus des Brahmanen, wo Intimität und Ruhe nicht gewährleistet wären, sondern in einem von Gus Des Landhäusern nahe beim Dorf, umgeben von Reisfeldern oder in einem traditionellen Haus, das eigens für Gäste auf dem Anwesen erbaut wurde, wo Gus De mit seiner Familie wohnt. Die schön gestalteten Landhäuser liegen inmitten eines tropischen Gartens und verfügen über identische Ausstattungen. Im Erdgeschoss befindet sich ein Doppelzimmer mit Freiluftbad/WC und balinesischem Bett, eine Terrasse mit behaglichen Sitzgelegenheiten und eine gemütliche Küche. Im oberen Bereich gibt es ein weiteres Doppelzimmer mit Dusche/WC und Balkon. Das traditionelle Haus verfügt im Erdgeschoss über ein Doppelzimmer mit Bad/WC, Sitzgelegenheiten und Terrasse, im oberen Stockwerk findet sich ein weiteres Doppelzimmer mit Freiluftbad und Dachterrasse. Ein Koch des Bali Pesto wird sich um Ihr Wohlergehen kümmern. Vorzüglich speisen können Sie auch im Restaurant selbst. Ihre eigene Menükarte erwartet Sie.



Im Eingangsgespräch wird Ihnen Gus De Vorschläge unterbreiten. Gemeinsam besprechen und finden Sie Wege zu ungewöhnlichen Orten und unvergesslichen Erlebnissen. Ihr persönlicher Weg könnte zum Beispiel so aussehen:

Mas - ein kleines Universum
Sie werden der Familie vorgestellt und staunen beim Bummel durchs Dorf, wie viele freundliche Menschen mit noch mehr freundlichen Menschen verwandt sind. Die moderne Kleinfamilie, so werden Sie gewiss zu Ihrer Freude feststellen, ist auf Bali ein Fremdwort. Sie entdecken kleine Geschäfte, Orte, an denen geschnitzt, gemalt, gebetet, musiziert oder getanzt wird. Sie entdecken Mas, das kleine Universum.

Zeremonien
Sie erleben eine, vielleicht sogar mehrere Zeremonien. Denn auch während Ihres Aufenthaltes wird es gute Tage dafür geben. Es könnte eine Hochzeit sein, eine Zahnfeilung bei jungen Mädchen, die Einweihung eines Hauses oder die Verbrennung eines Verstorbenen.



Wedhas Holzschnitzer
Lernen Sie Wedhas Netz der Holzschnitzer kennen: Bis zu 400 Familien schnitzen weltmeisterlich für den Export und konzentrieren sich jeweils auf einen Gegenstand. Die erste Familie schnitzt Papageien für Brasilien, die zweite Flamingos für Barbados, die dritte afrikanische Frauen für Carrefour in Frankreich, die vierte Frösche unterm Regenschirm für kanadische Kinderstuben.

Auf den Spuren des Puputan
Folgen Sie mit Gus De den Spuren des Puputan in Klungkung. Anno 1908 waren holländische Truppen vor dem Königspalast in Stellung gegangen. Die Tore öffneten sich. König sowie Hofstaat schritten in einer festlichen Prozession heraus. Doch die Soldaten schossen mit Kanonen und Gewehren. Wer nicht tödlich getroffen wurde, machte seinem Leben ein Ende und half zuvor seinen Gefährten dabei.
Die stolzen Balinesen, in feierliches Weiß gekleidet, entzogen sich der Niederlage durch den Weg ins nächste Leben. Übrig blieb ein kleiner Prinz. Einmal erwachsen, wurde er König mit rund vierzig Frauen. Einer seiner Söhne wurde Gouverneur und hatte sechzehn Frauen. Vor wenigen Jahren starb er. Zurück blieben viele viele Prinzen und Prinzessinnen, manche ziemlich verarmt. Die Familie jenes Gouverneurs und die von Wedha sind verwandt. Erleben Sie die Geschichte Balis als Familiensaga. Vicky Baum hat einen ähnlichen Vorfall, den Puputan des Jahres 1904, in "Liebe und Tod auf Bali" vorzüglich recherchiert und sehr ergreifend beschrieben.

Das versteckte Bali
Eine weitere Idee von Gus De: Machen Sie einen Ausflug zum Thema "Das versteckte Bali". Und verraten Sie bitte niemanden, wo Sie waren.

Weitere Wünsche? Angeln im Fluss? Baden am Strand? Holz schnitzen? Mit dem Fahrrad die Gegend auf eigene Faust erkunden? Spaziergänge in Reisfeldern? Ein Bummel über den Markt? Familienköchen über die Schulter gucken? Alles ist möglich.

Zu guter Letzt bleibt vielleicht dies: eine Familie, die Sie ins Herz geschlossen hat. Das Gefühl, auf Bali bleiben zu wollen. Die Erfahrung der spirituellen Welt dieser Insel. Die Begegnung mit uns selbst und mit lieben Freunden. Mag sein, dass Sie in Deutschland eines Tages vor einem Schaufenster stehen und zur Begleitung sagen: Schau mal, diese geschnitzte Bananenstaude stammt von Wedha. Und anschließend werden Sie eine lange, poetische, sehr menschliche Geschichte erzählen.



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