Einst existierten auf Bali acht Königreiche, mal im Frieden und mal im Streit. Eines der Reiche, Mengwi, muss im späten 18. Jahrhundert massiveren Konflikten ausgesetzt gewesen sein, die schließlich darin gipfelten, dass sich ein Teil der Familie, die Bakungans, der Verfolgung durch ein königliches Versteck entzog.
In dieses "Exil", nach Puri Taman Sari, führt Ihre Reise, an einen der schönsten und idyllischsten Fluchtpunkte unserer Erde. Ein paradiesisches Panorama üppig-grüner Reisterrassen, Flüsse und Wälder mit blühenden Bäumen sowie Kokos- und Bambushaine prägen die zauberhafte Landschaft. Eine Stunde von Ubud entfernt, inmitten der fruchtbaren Reiskammer Balis, liegt das Puri Taman Sari in Umabian. Wer hier ankommt und erstmals beobachtet, wie sich in der Abenddämmerung Hunderte von Lotusblüten öffnen, der mag Frieden mit sich schließen.
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Eine lebendige Kulturlandschaft
Die Familie Bakungan hatte zahllose Nachkommen. Zwei von ihnen werden Sie kennen lernen: Agung Prana, den Vater und Agung Kertiyasa, seinen Sohn. Agung Prana zählt zu den kreativsten Umweltschützern Balis. Zu Beginn der 90er Jahre gründete er die "Karang Lestari Reef Restoration Foundation" im noch immer unterentwickelten Nordwesten der Insel. Die Stiftung engagiert sich im Schulterschluss mit der Regierung sowie der Bevölkerung für umweltverträgliches Fischen und initiierte ein beispielhaftes Projekt, um geschädigte Riffe am Strand von Pemuteran zu renaturieren. Agung Prana kämpft für Balis kulturelles Erbe, arbeitet in den Vorständen balinesischer Tourismus-Vereinigungen und ist gemeinsam mit seinem Sohn und der ganzen Familie ein liebenswerter Gastgeber. Agung Prana nennt sein kleines Reich eine lebendige Kulturlandschaft, die er mit seinen Gästen teilen möchte.
Das authentische Bali
Beginnen Sie Ihre Entdeckungs- und Begegnungsreise mit einem Spaziergang durch Reisfelder und Dörfer, wo Sie Bauern kennen lernen, die bei Tagesanbruch auf ihre "Sawahs", Nassreisfelder, ziehen, um die kühle Morgenluft zur Feldarbeit zu nutzen. Oder Sie gesellen sich zur Großmutter, die vergängliche Schönheiten aus Blumen und Pflanzenteilen flechtet, die sich als rituelle Opfergaben auf Türschwellen und Schreinen wieder finden. Oder Sie ziehen sich in einen der kleinen Tempel zurück, um zu meditieren. Begegnen Sie Menschen, die aus Kokosblättern Hüte zaubern oder schlendern Sie über den Markt, um für ein balinesisches Dinner einzukaufen, das Sie unter Anleitung selbst vorbereiten. Besuchen Sie einen spirituellen Heiler, der sich anschickt, die Balance zwischen Körper und Seele, Göttern und Geistern wiederherzustellen. Nehmen Sie an den Zeremonien sowie Festen der Dörfer ringsum teil und gewinnen Sie Einblick in deren Strukturen und Charaktere.


Puri Taman Sari oder der Körper als Haus
Das balinesische Gehöft, in dem mehrere Generationen zusammenleben, ist dem menschlichen Körper vergleichbar: Der Ahnenschrein bildet den Kopf, Schlaf- und Wohnhäuser die Arme und das Kochhaus sowie die Reisspeicher symbolisieren Beine und Füße. Das Puri Taman Sari vereinigt alle traditionellen Elemente eines privilegierten Anwesens: die Wohnhäuser der Familie, die verehrten Ahnenschreine und Familientempel, die Häuser der Gäste, sowie "Bales", strohbedeckte offene Hallen und Pavillons, die als Ruhe- und Versammlungsplätze dienen. Eine das Anwesen bedeckende, begrünte Terrasse bietet Ihnen die Möglichkeit, bei schönster Sicht unter freiem Himmel zu speisen. 
Acht liebevoll und individuell eingerichtete Gästezimmer sind in mehreren Gebäuden auf dem Gelände untergebracht. Es gibt verschiedene Kategorien: von Standard- über Superior-Zimmer bis zum Familien-Bungalow, der über zwei Schlafzimmer verfügt. Alle Zimmer bieten die gleiche Ausstattung, wie Freiluftbad/WC, Klimaanlage, Moskitonetz, Sitzgelegenheiten und Terrasse. Sie unterscheiden sich durch Größe und Interieur.
Wege zur Glückseligkeit
Über den Türen zum authentischen Bali, die Agung Prana und Agung Kertiyasa Ihnen öffnen, steht: "Natur", "Kultur" und "Spiritualität". Wer für eine Weile im Puri Taman Sari gelebt hat, dem mag sich eine weitere Tür öffnen. Über der steht: "balinesisches Denken". Europäer, so sinnierten Professoren der Universität Denpasar, dächten in linearen Mustern, Balinesen hingegen in Spiralen. Arthur Schnitzler hatte 1913 gesagt, das Denken in Spiralen ließe uns verharren, denn unser Abstand zum Zentrum der Dinge bliebe zwangsläufig stets gleich. Als Impuls für Ihre eigenen Gedanken möchten wir eine zweite Erkenntnis Schnitzlers zitieren, von der wir fühlen, dass sie ewig wahr sein wird, für jeden von uns, ob auf Bali oder anderswo. Sie lautet: Alles, was die Seele durcheinander rüttelt, ist Glück.