Wem der Sinn nach Begegnungen mit sich und anderen steht, wer Ruhe,
Natur oder das Wesen der Dinge sucht, der reise nach Ladakh, in eine
ungezähmte, doch friedvolle, für die Ewigkeit geschaffene Welt inmitten
des Himalaya. Möge die majestätische Natur Sie dazu inspirieren,
Gedanken weiter zu denken, Gefühle wieder wahrzunehmen oder in
abgeschiedener Stille eigene Zwischentöne zu hören.
Das einstige Königreich bietet einmalige Bedingungen, um surreal
anmutende Hochgebirgswüsten und wenig später saftiggrüne Hügel zu
durchstreifen, um sich an klaren Flüssen zu kühlen und an tiefgrünen
Seen zu rasten. Imposante Klosteranlagen und charakteristische
Gebetsfahnen sind oft die einzigen Boten von Besiedelung und
Zivilisation. Und nicht zuletzt sind es die herzlichen Menschen, die
einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.
In Ladakh finden alljährlich eine Reihe von Festivals statt. Daten und Termine finden sie in unserem
Ladakh-Festivalkalender.
Auf viele, die des Alltags müde sind, übt die Option des Rückzugs nach
Ladakh magische Anziehungskraft aus. Und doch ist es anzuraten, Geist
und Seele an die Erfahrung von Muße und Stille zu gewöhnen. Auch der
Körper braucht seine Zeit, um sich in mehr als 3 500 m Höhe zu
akklimatisieren. Unsere Reisen bringen Ihnen Ladakh auf sanfte und
behutsame Weise näher. Tagesausflüge ab Leh sowie Lamayuru ermöglichen
es, das Land ohne wiederholte Hotelwechsel zu erkunden. Die
Reisebausteine können individuell mit unserem
Ladakhprogramm, bzw.
Nordindienprogramm kombiniert werden. Im Anschluss empfehlen wir einen
besinnlichen Aufenthalt im Gästehaus des Klosters Lamayuru.
Reiseverlauf
9 Tage / 8 Nächte
ab/bis Leh
1. Tag • Leh
"Julley!" - ein Gruß wie ein Jubelschrei! Willkommen in Leh, der
Hauptstadt Ladakhs, des höchstgelegenen Siedlungsgebietes in Indien. Sie
werden am Flughafen abgeholt und zum Hotel gebracht. Geben Sie sich
Zeit, um sich in mehr als 3 500 m Höhe zu akklimatisieren - der Tag
steht zur freien Verfügung.
Übernachtung: Leh
2. Tag • Leh
Beginnen Sie den Tag ganz entspannt. Nach Ihrem Lunch erkunden Sie Leh.
Mit rund 13 000 Einwohnern strahlt die Stadt eine beschauliche, legere
Atmosphäre aus. Sie sehen den weißen Shanti-Stupa von 1991, der einen
schönen Blick auf die Stadt und ihre Umgebung eröffnet. Ihr nächstes
Ziel, das Kloster Sankar Gompa, liegt malerisch inmitten schimmernder
Pappeln und Gerstefelder und fungiert als Residenz des Oberhauptes der
Gelug-pa-Sekte. Bestaunen Sie die Statue der Göttin Tara mit 1000 Armen
und Köpfen und den 400 Jahre alten Königspalast auf dem Tsenmo-Hügel,
der das Stadtbild dominiert und tibetische Architektur sowie Einflüsse
des Potala-Palastes in Lhasa reflektiert.
Übernachtung: Leh
3. Tag • Leh - Shey - Thiske - Hemis - Leh
Ihr Ganztagesausflug führt in die Umgebung von Leh. Südlich liegt eine
durch den Indus-Fluss erschaffene, fruchtbare Ebene. Hier finden sich
imposante buddhistische Monumente und Klöster. Auf dem Weg nach Hemis
besuchen Sie Shey, die einstige Hauptstadt Ladakhs und besichtigen die
Ruinen des Palastes mit wunderschönen Wandgemälden und einer
monumentalen Buddha-Statue aus vergoldendem Kupfer. In Thikse sehen Sie
das architektonisch eindrucksvollste Kloster Ladakhs, das majestätische
Sicht über die weite Ebene des Indus-Tals offenbart. In Hemis haben Sie
Zeit, das größte Kloster Ladakhs kennen zu lernen. Jedes Kloster feiert
alljährlich im Juli sein Maskenfest. Das Fest in Hemis ist eines der
prächtigsten.
Übernachtung: Leh
4. Tag • Leh - Pangong Tso - Leh
Nach dem Frühstück geht es am Indus längs zum Kloster Chemrey. Danach
fahren Sie zum Chang-La-Pass, wo auf 5 300 m Höhe ein kleiner Tempel
steht, von dem aus unzählige Gebetsfahnen die Wünsche der Menschen in
die Welt tragen. Weiter geht es durch die spektakuläre Berglandschaft in
ein fast unberührtes Seitental der Grenzregion zu China. Der
Salzwassersee Pangong Tso ist 134 km lang und maximal 8 km breit. Ein
kleiner Teil des Sees liegt in Indien und nahezu 60 % in Tibet. Hier
findet sich eine Vielzahl von Zugvögeln ein, wie etwa seltene schwarze
Kraniche.
Übernachtung: Leh
5. Tag • Leh
Vormittags machen Sie einen Ausflug zum Khardung-La-Pass. Auf fast 5 350
m Höhe bietet sich ein spektakulärer Blick auf die Bergkette des
Himalaya. Der Khardung-La-Pass ist einer der höchsten Gebirgspässe der
Welt. Nach diesem grandiosen Erlebnis fahren Sie zurück nach Leh. Den
Nachmittag gestalten Sie nach Ihrer Facon.
Übernachtung: Leh
6. Tag • Leh - Likkir - Alchi - Lamayuru
Heute fahren Sie durch eine atemberaubende Landschaft nach Lamayuru. Auf
dem Weg liegt das wohlhabende Kloster Likkir. Dessen "Juwel" ein 23 m
hoher, sitzender Buddha, blickt friedlich über die Landschaft. Ihr
nächstes Ziel, Alchi, ist eine der wichtigsten historischen Stätten in
Asien. Sie besuchen den Tempelkomplex mit gut erhaltenen Wandmalereien
sowie Holzschnitzereien aus dem 11. Jh. Durch zunehmend karge Natur, die
einer Mondlandschaft gleicht, erreichen Sie nachmittags Lamayuru und
übernachten im Gästehaus des Klosters auf der Spitze eines fast vertikal
abfallenden Steilhangs. Das Kloster, eines der ältesten Klöster Ladakhs
an der alten Seidenroute, wurde im 10. Jh. gegründet.
Übernachtung: Lamayuru
7. Tag • Lamayuru
Heute haben Sie Zeit, das Kloster, seine Bewohner, und wenn Sie wollen,
die Wurzeln tibetisch-buddhistischer Kultur kennen zu lernen. Genießen
Sie die Muße, in sich zu gehen und nachzudenken. Sie haben sich einen
der idyllischsten Plätze dafür ausgesucht. Wie, so mögen Sie sich
fragen, mag es sich in einem tibetisch-buddhistischen Kloster leben -
fernab aller vermeintlichen Errungenschaften westlicher Kultur?
Nachmittags machen Sie einen Ausflug zum Fotu-La-Pass, von dem Sie einen
scheinbar endlos weiten Blick auf die schroffe Berglandschaft haben.
Übernachtung: Lamayuru
8. Tag • Lamayuru - Leh
Nach dem Frühstück nehmen Sie Abschied vom Kloster Lamayuru und fahren
zurück nach Leh. Unterwegs besuchen Sie das Dorf Uleytokpo, das für
seine liebevoll gepflegten Gärten voller Aprikosenbäume bekannt ist.
Genießen Sie Ihren letzten Nachmittag in Leh.
Übernachtung: Leh
9. Tag • Leh
Am frühen Morgen Transfer zum Flughafen oder Anschlussprogramm.
