"Wer richtig isst, braucht keine Medizin!"

von Julia Andre | 21.01.2018

Ein paar Wochen ist es her, da haben wir Euch hier von den wunderbaren Erfahrungen unserer Kollegin mit der Heilwissenschaft Ayurveda erzählt. Ziel einer jeden Ayurvedakur ist die Reinigung des Körpers von Schad- und Giftstoffen und die Aktivierung der Selbstheilungskräfte. Erzielt werden soll eine Langzeitwirkung, die sich nicht nur auf eine kurzfristige Behandlung von Krankheitssymptomen beschränkt.

Als ganzheitliche Heilwissenschaft bezieht sie viele Bereiche des Lebens mit ein - so natürlich auch die Ernährung! Es gilt der Grundsatz: „Wer richtig isst, braucht keine Medizin!“

Zentrales Organ für eine gute Gesundheit ist im Ayurveda der Darm. Er ist verantwortlich dafür, dass Vitamine und Nährstoffe vom Körper gut aufgenommen werden. Zubereitet werden sollen daher alle Speisen auch möglichst schonend, sodass sie gut verdaut werden können. Nach Möglichkeit sollte jede Mahlzeit die sechs verschiedenen Geschmacksrichtungen süß, sauer, herb, salzig, scharf und bitter bedienen. Im Gegensatz dazu dürfen aber nicht alle Speisen miteinander kombiniert werden: Milch und Obst beispielsweise, sowie tierische Eiweiße untereinander.

Wichtiger Bestandteil aller ayurvedisch zubereiteten Speisen sind gute Gewürze. Besonders Safran, Zimt, Kurkuma, Kreuzkümmel, Ingwer, Kardamom, Koriander, Muskat, Nelken und schwarzer Pfeffer finden hier Verwendung. Die Qualität ist dabei entscheidend. So ist es nicht verwunderlich, dass viele Ayurveda-Resorts die Zutaten für Ihre Küche direkt selbst anbauen. 

Die Menschen werden in der ayurvedischen Lehre in verschiedene Typen eingeteilt, den sog. Doshas zugeordnet. Den jeweiligen drei Doshas („Vata“, „Pitta“, „Kapha“) gemäß sollen sich die Menschen dann ernähren. So wird dem einen empfohlen, weniger scharf, sauer und salzig zu essen, andere sollten eher herbe, scharfe und leichte Gerichte zu sich nehmen.

Dabei spielt aber nicht nur eine Rolle, was man isst, sondern auch wie man isst. Ungern gesehen wird im Ayurveda vieles, was sich in unserer hektischen westlichen Welt bereits in unser Essverhalten eingeschlichen hat: unregelmäßige, zu viele über den Tag verteilte Mahlzeiten, zu schweres Essen am Morgen oder am Abend. Mal eben der Kaffee und ein Snack „To-go“ auf dem Weg zur U-Bahn - hastig heruntergeschlungen. Für das Essen gilt es, sich Zeit zu nehmen. Sich dem Essen wirklich zu widmen und bewusst zu essen – ohne Ablenkung durch Zeitung oder Fernsehen! Ideal ist das gemeinsame Essen in Gesellschaft anderer und in entspannter, gelassener Atmosphäre. Zwischen den Mahlzeiten sollen ein paar Stunden liegen, in denen nichts Weiteres verzehrt wird. Dem Darm soll dadurch ausreichend Zeit gegeben werden, das zuvor Aufgenommene gut zu verarbeiten.

Zusammengefasst heißt das:

  1. Bewusstes, regelmäßiges Essen
  2. Gut verdauliche Mahlzeiten
  3. Ernährung gemäß des individuellen Typs (Doshas)

Probiert es aus - es lohnt sich, ein paar dieser Grundsätze in den Alltag zu integrieren!


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