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Ayurveda gegen Migräne

4 Tipps, wie Ayurveda Migräne lindern kann

Lindern Sie sich mit Hilfe von Ayurveda chronische Migräne-Kopfschmerzen

Übermäßig starke Kopfschmerzen, begleitet von teilweise starker Übelkeit und Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit, Schwindel, Konzentrationsschwierigkeiten und Sehstörungen sind die klassischen Symptome einer Migräne. Eine Attacke kann akut auftreten oder sich Stunden vorher ankündigen. Sie kann einen Patienten über Minuten bis hin zu Tagen beherrschen. Migräne zählt zu den neurologischen Erkrankungen und betrifft etwa 12 bis 14% der deutschen Frauen und rund 7% der Männer leiden unter der schwersten Form des Kopfschmerzes. Bei Schulkindern bis zur Pubertät sind ca. 4% betroffen. Die meisten erleiden ihre erste Migräneattacke zwischen 12 und 16 Jahren.

Bei der Anwendung von Ayurveda gegen Migräne stehen verschiedene Arten von Prophylaxe und Schmerzbehandlung zur Verfügung, um Ihnen ein migränefreies Leben zu ermöglichen. Denn aus ayurvedischer Sicht ist eine Migräne die Folge eines Ungleichgewichtes des Organismus und Sie können auf die häufigsten Auslöser Einfluss nehmen, um dieses Gleichgewicht wieder herzustellen.

Ursachen

Ursachen von Migräne aus ayurvedischer Sicht

Die Ursachen für einen Migräneanfall sind bis heute nicht restlos geklärt. Die Medizin geht von einer Fehlfunktion im Botenstoff-Haushalt im Gehirn, verbunden mit Durchblutungsstörungen, aus.

Dafür sind die Auslöser, die sogenannten Trigger Faktoren, bekannt und sehr vielfältig. Einerseits können genetische Veranlagungen dafür verantwortlich sein, andererseits spielen äußere Einflüsse eine ebenso große Bedeutung wie Innere.

Mögliche Migräne-Auslöser

Äußere Einflüsse, die eine Migräne Attacke auslösen können, sind beispielsweise:

  • Stress
  • Veränderungen im Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Reizüberflutung
  • Wetterwechsel
  • bestimmte Lebens- und Genussmittel
  • zu wenig Essen

Zu den inneren Einflüssen zählen:

  • zu viel Serotonin im Gehirn
  • Hormonschwankungen
  • Zu wenig Flüssigaufnahme
  • Seelische Belastung

Die meisten Betroffenen sind ratlos und frustriert und fürchten den nächsten Migräneanfall noch bevor der aktuelle vergangen ist.

Erste Schritte

Ayurveda bei Migräne zielt auf eine dauerhafte Linderung aus

Doch eine Migräne zu heilen mit Ayurveda ist gar nicht so schwer. Wichtig ist, dass Sie von einem Ayurveda-Arzt Ihren Konstitutionstypen (Doshas) bestimmen lassen. Bevor eine Behandlung begonnen wird, erfasst ein Heilpraktiker Ihre Migräne Schmerzart. Vata, Pitta und Kapha haben unterschiedliche Schmerz-Merkmale, somit wird zwischen den Doshas unterschieden. 

Der mit Vata verbundene Schmerz ist ein schneidender, pochender Schmerz mit der stärksten Intensität. Häufig betroffen sind die Schläfengegend und die Mitte der Augenbrauen. Die Schmerzen entstehen meist durch eine deutliche Nackensteifigkeit und das Ziehen von dort Richtung Schläfen.

Pitta bedingter Schmerz brennt, begleitet von Hitzewallungen, Durst, übermäßigem Schwitzen und Schwindel. Ein weiteres Merkmal ist, dass häufig die Augen betroffen sind, was als wichtiger Bestandteil von Pitta gilt.

Kapha bedingte Schmerzen sind dumpf, begleitet von Juckreiz, Abkühlung, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Schwellung, Taubheits- und Engegefühl. Betroffene fühlen sich, als wären Sie in ein nasses Laken gehüllt.

Nach dieser Schmerzanamnese wird eine gründliche Untersuchung bei Ihnen durchgeführt. Hier werden nicht nur die inneren Organe, sondern auch Augen, Zunge, Stimme und Haut analysiert. Darauf basierend wird Ihnen ein maßgeschneiderter Therapieplan erstellt, denn die Doshas bestimmen Ihre Lebensenergie und Ihr Wohlgefühl und sind ausschlaggebend bei der Anwendung von Ayurveda gegen Migräne.

Migräne mit Ayurveda behandeln - Studien belegen den Erfolg

Privat und beruflich wird diese Krankheit zu einer Belastung, denn Betroffene fallen an Ihren “Migräne Tagen“ fast vollständig aus und verbringen diese im Bett. Leidtragende greifen selbstverständlich sofort zu starken Schmerzmitteln, um die aufkommenden Kopfschmerzen zu unterdrücken. Mit den Jahren der Einnahme von starken Medikamenten fangen Migränepatienten an, die Vorgehensweise kritischer zu hinterfragen, denn der Gebrauch von Schmerzmitteln hinterlässt Spuren im Körper und die Wirksamkeit lässt oftmals nach.

Auch die Schulmedizin hat erkannt, dass die traditionelle Ayurvedische Heilkunst viel dazu beiträgt, Migräne zu lindern, wenn nicht sogar zu heilen. So hat der indische Arzt Dr. Syal Kumar an der Uniklinik Essen die Leitung einer Ayurveda Abteilung übernommen und eindrucksvoll bewiesen, dass Ayurveda bei Migräne erfolgreich zum Einsatz kommt. Bei allen Probanden wurden durch gezielte Therapien die Selbstheilungskräfte aktiviert, welche den Körper von toxischen Substanzen befreite und signifikant zur Bekämpfung von Migräne beitrug.

Tipps

Ayurveda und Migräne – diese 4 Tipps können Ihnen helfen

1. Achten Sie bewusst auf Ihre Ernährung

Die Ayurvedische Ernährung spielt eine sehr große Rolle bei einer Ayurveda Migräne Behandlung. Grundsätzlich sollten Sie Lebensmittel, wie Kaffee, Fleischwaren, Alkohol oder scharfe Gewürze bei einer Migräneanfälligkeit vermeiden.

Ebenso sollten Sie histaminreiche Nahrungsmittel in hoher Konzentration wie Schokolade, Zitrusfrüchte, Nüsse, Tomaten, viele Wurst- und Käsesorten nur bedingt zu sich nehmen. Generell wird in der Ayurvedischen Heilkunst das Trinken von mindestens zwei Liter Wasser oder Kräutertees empfohlen. Gerade als Migränepatient sollten Sie sich an das Mindestmaß halten. Es macht keinen Sinn, Nahrungsmittel generell vom Speiseplan zu streichen, von denen bekannt ist, dass sie Migräneanfälle verursachen. Besser ist es, individuell die Ernährung an Ihre persönlichen Bedürfnisse dosha-gerecht anzupassen und sich die für sich passenden Lebensmittel und Rezepte herauszufiltern.

2. Nutzen Sie die Kraft der Kräuter und Öle

Setzen Sie auf ayurvedische Kräuter und Öle, welche innerlich wie äußerlich angewandt werden können und als hervorragende Prophylaxe bei Migräne gilt. Der Verzehr von Süssholzwurzel-Tee beispielsweise kommt aufgrund seiner entkrampfenden Wirkung gerne bei Ayurveda gegen Migräne zu Einsatz.

Nutzen Sie ganzheitliche Rituale wie Kopf- und Ganzkörpermassagen; durch lange Ausstreichungen werden Muskelverspannungen gelöst, Schmerzen gelindert und der Geist beruhigt. Stirnölgüsse lösen einen Strom heilender Substanzen aus und wirken Muskelentspannend. Erkundigen Sie sich nach einem Angebot in Ihrer Nähe. Gönnen Sie sich nach einem stressigen Tag ein wohltuendes Kräuterbad und lassen Sie jegliche Anspannung von sich fallen. Das bewirkt Wunder und verhindert Verkrampfungen.

3. Schaffen Sie sich Rituale

Ayurveda basiert stark auf den Rhythmus der Natur. Aus ayurvedischer Sicht ist ein geregelter Tagesablauf mit festen Ritualen von essenzieller Bedeutung. Gehen Sie zu festen Zeiten schlafen, stehen immer zur gleichen Zeit auf (auch am Wochenende). Achten Sie auf eine regelmäßige Nahrungsaufnahme. Ganz besonders wenn Sie Ayurveda bei Migräne einsetzen. Ein leerer Magen begünstigt eine Migräneattacke.

Machen Sie Entspannungsübungen, sobald Sie merken, dass Sie gestresst sind. Meditieren Sie vor dem Zubettgehen. Eine kurze Yogaeinheit direkt nach dem Aufstehen lässt Sie frisch in den Tag starten. Bleiben Sie positiv; negative Gedanke lassen Sie verkrampfen und ein verkrampfter Körper ist anfällig für eine aufkommende Migräne. Halten Sie sich so oft wie möglich an der frischen Luft auf.

4. Nutzen Sie eine Ayurveda-Kur zum Austausch mit anderen

Während einer Ayurveda Kur haben Sie die Möglichkeit, mit fachlicher Hilfe mehr über den Einsatz von Ayurveda gegen Migräne zu erfahren und gewöhnen sich neue Verhaltensweisen für Ihren Alltag an. Sie werden von erfahrenen Ayurveda-Experten begleitet. Bestandteil einer Ayurveda Kur gegen Migräne ist der Einsatz einer Entgiftungskur. Durch das schonende Entschlacken werden Gifte aus dem Körper geschwemmt und der Organismus wird entsäuert. Übersäuerung ist u.U. ein Grund für Migräneattacken. Sie können Seminare und Kochkurse während Ihrer Kur besuchen um “Migräne gerecht“ zu kochen und lernen, welche Lebensmittel auf Ihrem Speiseplan stehen sollten und welche Rezepte Sie im Anschluss der Kur zuhause nachkochen können. Der Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten hilft, die Krankheit besser zu verstehen und damit umzugehen.

FAQ

FAQ zu Ayurveda bei Migräne

  • Wie kann Ayurveda bei Migräne helfen?

    Gezielte Maßnahmen wie Ernährungsumstellungen, Bewegungsübungen und Atemtechniken beugen Migräne erfolgreich vor. Betrachten Sie Ihren Lebensstil und versuchen Sie, die richtigen Stellschrauben zu betätigen. 

  • Welche ayurvedischen Kräuter helfen bei Migräne?

    Rosmarin fördert die Durchblutung, Petersilie wirkt schmerzlindert und hilft oft schon bei den ersten Anzeichen bei Kopfschmerzen. Holunder, Lavendel, Melisse, Waldmeister und Ingwer sind schmerzstillend und wirken entkrampfend. Diese ayurvedischen „Hausmittel“ sind (z.B. als Tee oder Öl) eine hervorragende Alternative zu chemischen Medikamenten und stellen einen guten Therapie-Ansatz dar. Erkundigen Sie sich hierzu bei Ihrem Ayurveda-Arzt.