Yoga - viel mehr als nur Gymnastik!

von Julia Andre | 13.11.2017

Aus den Sportangeboten hierzulande sind Yoga-Kurse heute nicht mehr wegzudenken. Hotels und Resorts schnüren Pakete mit Yoga und zahlreiche Stars und Sternchen posieren vor der Kamera in verschiedensten Asanas und twittern über ihre Erfahrungen.

Und doch hat vieles, was man in den westlichen Staaten mit Yoga titulierte nur teilweise etwas damit zu tun. In unserer Welt wurde Yoga erst vor wenigen Jahrzehnten populär – in Indien ist es seit über 5000 Jahren bedeutender Bestandteil der Kultur. In der Heilwissenschaft Ayurveda integriert soll es zur ganzheitlichen Behandlung von Krankheiten beitragen bzw. diesen vorbeugen. Die altindische Lehre, die vielmehr mit Philosophie als mit Sport gemeinsam hat, beinhaltet mentale und körperliche Konzentrations-, Atem- und Ausgleichsübungen, deren Ziele innere Balance und Gelassenheit sind.

Wie kommt es aber, dass Yoga hier und heute meist mit körperlichen Übungen verbunden wird? Tatsächlich unterscheidet die Lehre sechs verschiedene „Schulen“ mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten. Eine davon zielt primär auf körperliche und psychische Stabilität: das sogenannte Hatha-Yoga. Verschiedene Übungen – die Asanas – sollen den Körper schonend und ganzheitlich trainieren. Und dieses Hatha-Yoga ist es, das bei uns größtenteils praktiziert wird.

Die Erfolgsgeschichte der letzten Jahre in der westlichen Welt lässt sich nicht zuletzt wohl damit erklären, dass Yoga in unserer immer schneller werdenden Welt besonders jenen Menschen einen Ausgleich bieten kann, die kontinuierlich unter Zeitdruck stehen oder wachsenden Belastungen im Alltag gegenüberstehen. Und so ist die Integration einer jahrtausendealten Wissenschaft aus einer fremden Kultur aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.


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